Hintergrund Champions League

Die UEFA Champions League ist ein Wettbewerb für europäische Fussball-Vereinsmannschaften der Männer unter dem Dach des Europäischen Fussballverbandes
(UEFA). Vor der Saison 1992/93, von 1955 bis 1992, nannte sich das Turnier "Europapokal der Landesmeister".

Vorläufer der Champions League und ihr eigentliches Vorbild war der Mitropapokal, der von 1927 bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs ausgetragen wurde und einen populären Wettbewerb zwischen österreichischen, ungarischen, jugoslawischen, tschechoslowakischen, italienischen, schweizerischen und rumänischen Vereinsmannschaften darstellte. Ein ähnliches Turnier war der Coupe Latine, der seit Ende der 1940er Jahre mit einem noch kleineren Teilnehmerkreis (Landesmeister aus Italien, Frankreich, Spanien und Portugal)
durchgeführt wurde.

Gabriel Hanot, ehemaliger französischer Nationalspieler und 1954 Journalist der französischen Sportzeitung L'Équipe, war der eigentliche Initiant eines Turniers der Landesmeister. Er entwickelte einen Entwurf für eine "Europameisterschaft der Klubs". Die Idee wurde international diskutiert, und am Ende stimmten auch UEFA und FIFA zu. In den folgenden Monaten unterbreitete Hanot Vorschläge für das Regelwerk, und noch im gleichen Jahr begann der erste Wettbewerb.

Um ein repräsentatives Bild der spielstärksten Mannschaften Europas zu ermöglichen und den Wettbewerb noch attraktiver zu machen, wurde die Champions League ab 1997 auch mit den Vizemeistern bestimmter Ligen ausgetragen; mittlerweile können sich sogar bis zu vier Mannschaften eines Verbandes für den Wettbewerb qualifizieren.

Rekordsieger der Champions League ist der spanische Vertreter Real Madrid mit neun Titelgewinnen, wobei die Spanier die ersten fünf Austragungen des Wettbewerbs jeweils immer gewannen.

Seit dem Jahr 1967 wird dem jeweiligen Sieger ein vom Bremer Designer Horst Heeren entworfener und von der Silberwarenmanufaktur Koch & Bergfeld in Bremen produzierter Wanderpokal überreicht.